Aecherli Reiden

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Personen oder Firmen vor welche eine besondere Beziehung zu Aecherli Maschinen oder zur Maschinenfabrik Aecherli hatten.

 

 

Mit Wehmut verabschiedet sich Hanspeter Kaufmann von diesem Erbstück

 

Dieser AECHERLI Junior Mäher ist der kleinere Bruder des weitverbreiteten Standard Mähers von welchem über 6‘000 Stück produziert wurden. Fritz Kaufmann auf dem Hof Aspen in Grindelwald kaufte diese Maschine 1952 um die Futterernte etwas schneller einzubringen. Wie sein Sohn Hanspeter erzählt, war es aber jedes Mal einen „Chrampf“ bis der ganze Hof abgemäht war. So kaufte er 1974 ein anderes Fabrikat welches nicht mehr so viel Kraft erforderte. Fritz Kaufmann erinnert sich noch genau, wie sein Vater einmal Gras mähte im steilen Gelände und der Mäher an einem Stein abrutschte und sich kopfüber überschlug. Er landete wieder auf den Rädern und mähte selbständig weiter.

Hanspeter Kaufmann ist seit 19 Jahren Gerant auf dem Hotel Klausen Passhöhe. Für das alljährliche Aebi-Schilter Treffen auf dem Klausenpass hat er den Mäher von Grindelwald auf den Klausen gezügelt. Als Pirouetten tanzende Maschine erstaunte dieser jeweils das Publikum. Nun hat der Mäher nach 65 Jahren den Weg ins Aecherli Museum gefunden.


Hans Meyer aus Langnau b.Reiden war der Vorführmann wärend der Porsche Aera

 

Als Traktorfahrer auf dem Gutsbetrieb Froben kannte er sich mit der Technik aus und war in den Augen von Paul Aecherli der richtige Mann als Vorführer. Mit einem kleinen Lieferwagen hat Hans Meyer die Porsche Traktoren bis ins Wallis und in die ganze Ostschweiz geführt um Vorführungen bei Landwirten zu machen. Meistens war der Traktor nach der Vorführung verkauft und Hans musste dem begeisterten Kunden erklären warum er den Traktor nicht gleich dort lassen konnte. Wenn Hans im Spätherbst zu hunderten die Standart Mäher einsammelte um sie in der Fabrik wieder für eine Saison flott zu machen, musste jeder m2 auf der Ladefläche ausgenützt werden. Es sei deshalb auch mal vorgekommen, dass er einen Motormäher auf der Fahrt verloren hatte. Als er den Verlust merkte kehrte er um und fand den Mäher unversehrt am Strassenrand wo ihn ein Passant hingestellt hatte. Hans arbeite bei Aecherli's bis kurz vor dem Ende der Firma. Danach führte er viele Jahre ein Rasenmäher Geschäft. Seine Spezialität waren aber die MAG-Motoren. Dieser Betriebszweig wird heute noch erfolgreich weitergeführt von seinem Schwiegersohn und seinem Enkel. Er hilft trozt seines hohen Alters noch fast jeden Tag im Betrieb mit. Hans Meyer ist selbstredend Gründungs-Mitglied des Museumsvereins. Gerne lauschen wir Mitglieder und auch die Museums-Besucher seinen Interessanten Geschichten zu.

 


Markus Schwander liebt es wenn's knattert

 

Markus ist ein AECHERLI Fan der ersten Stunde. Wie er dazu kam schildert er uns wie folgt:

Vor über 20 Jahren kaufte ich von Peter Schär einen Hürlimann Traktor, wohl aus einer Laune heraus. Dieser Traktor macht mir in den vergangenen Jahrzehnten viel Freude und hat mein Interesse an Landmaschinen geweckt. Es war dann bald mein Wunsch, auch einen original Aecherli Traktor aus Reiden zu besitzen. Das war kein leichtes Unterfangen doch schliesslich gelang es mir in Künten/AG einen kompletten KDT zu ersteigern. Er gehörte einem Grossneffen von Hans Ernst aus dem Bärenloch. Der Grossneffe besitzt auch den roten KDT und das Mofa von Hans. Nun fehlte mir noch der schwere Einachser Combitrac. So einer stand bei Hans Burkolter im Grod. Nach Jahren geduldigen Zuredens rief er mich 2006 an und teilet mir mit, er brauche nun den Platz und verkaufe mir das Prachtexemplar. Gemeinsam mit Josef Steinmann holte ich das Gefährt ab. Zuerst erteilte uns Hans aber noch eine Fahrstunde im Wald bei seiner Liegenschaft.

Markus geht in diesem Herbst in Pension und hat dann endlich Zeit für seine diversen Hobbies.

 


Jakob Zürcher war der Pumpen-Spezialist bei AECHERLI

 

 

Viele Jahre arbeitete Jakob bei AECHERLI im Technischen Büro als Pumpenfachmann. Als Konstrukteur im Anlagenbau plante er über Jahrzehnte viele Güllen- Frostschutz- und Beregnungsanlagen. Seine beruflichen Einsätze führten ihn nebst dem Wallis und dem Tessin auch ab und zu in ferne Länder wie Zaire (ehemals Belgisch Kongo) und nach Dubai. Einen grossen Auftrag erhielt die AECHERLI Maschinenfabrik im nachbarlichen Zofingen, wo sie einige Klärschlammpumpen für die Kläranlage Erzo liefern durfte. Als verantwortlicher Konstrukteur war er meistens bei der Inbetriebnahme vor Ort. Mit den damaligen Hilfsmitteln, es gab noch keine Taschenrechner und geschweige denn Computer, war es eine echte Herausforderung, eine Frostschutz-Beregnungsanlage zu berechnen und zu planen. Schade findet er, dass nach dem Konkurs der Firma AECHERLI alle seine Unterlagen und Aufzeichnungen verloren gegangen sind. Schmunzelnd zeigt er das alte Amperemeter, mit welchem sein ehemaliger Chef Paul Aecherli komplizierte Anlagen nachgeprüft hat, ob die Motorenleistung richtig berechnet worden war. Jakob diente dem Unternehmen bis zuletzt, schon sein Vater beendete seine berufliche Karriere als Schlosser in der Pumpenmontage. Heute geniesst Jakob den Ruhestand und ist selbstverständlich Mitglied des Museumsvereins.

 

Pumpenanlage in der Kläranlage Erzo Zofingen (Oftringen)

Pumpenanlage in Gbadolite, Zaire

 

 


 Ernst und Hans Jordi

 

Die beiden Brüder aus bernischen Madiswil arbeiteten über viele Jahre und bis zum Konkurs bei der Firma Aecherli in Reiden. Während Ernst für den Technischen Einkauf zuständig war reparierte Hans bei Kunden Entmistungsanlagen, Heukrane und die ganze Pallette von AECHERLI Maschinen vom Rührwerk bis zur Güllenpumpe. Nach dem Konkurs reparierte Hans auf eigene Rechnung Entmistungsanlagen und Scheffer Heukrane auf eigene Rechnung. Seit ein paar Jahren ist Hans nun pensioniert und kümmert sich vorwiegend um seine paar Rinder. Wen wundert's, dass Hans als treuer Mitarbeiter heute noch auschliesslich AECHERLI Produkte und als Traktor einen Renault 551 fährt. Beide Brüder sind übrigens Mitglieder vom Museumsverein.


 

Der Porsche Standart is jetzt fertig und wurde von einem Spotter fotographiert.

 

André Leiser und sein Porsche fürs AECHERLI Museum

 

Seit Jahren ist André Leiser ein grosser Fan von alten Motorrädern. Als Ausgleich zum Geschäftsalltag restauriert der gelernte Lastwagenmechaniker Oldtimer Biks und investiert einen grossen Teil seiner Freizeit in seine Werkstatt. So war er dann schnell bereit, den Museumsgedanken mitzutragen. Wie viele andere Vereinsmitglieder wollte auch André etwas zum Maschinenpark betragen und ist bei einem vergammelten Porsche Standard fündig geworden. Aber nur etwas Bauernblende darüber spritzen, das kam für André nicht in Frage. Also wurde der Traktor in Einzelteile zerlegt, die Teile sandgestrahlt und lackiert. Nun wird der Schlepper Stück für Stück zusammengebaut. Sämtliche elektrische Kabel werden ersetzt. Nun wartet er noch auf den Teamkollegen wo ihm die neuen Kolben und Büchsen montiert. Nach dem Eintreffen von Kotflügeln und Haube kann dem Rollout nichts mehr im Wege stehen.

 

 

 

 


Hans Nick und Aecherli MA65

 

Hans Nick arbeitete viele Jahre bei der Gemeinde Reiden auf dem Bauamt, was damals natürlich noch eine kleine Abteilung war. Der Aecherli MA 65 war das erste motorisierte Fahrzeug überhaupt, welches das Bauamt besass. Der 9 PS Einachser mit einem 9 PS MAG Benzinmotor war mit einem Anhänger und mit einem Schneepflug ausgerüstet. Im Winter war Hans frühmorgens mit dem Schneepflug anzutreffen wenn er den Schnee von den Trottoirs

räumte. Im Frühjahr war er dann mit dem Teerwagen unterwegs um die Löcher im Belag auszubessern. Hans hat zeitlebens im alten Nick Haus neben der Kath.Kirche gewohnt, da wo jetzt das Pfarreizentrum Johannes steht. Der Aecherli Einachser war allen Bürgern wohl bekannt weil er in der Znünipause meistens vor einem der damals noch zahlreichen Wirtshäusern anzutreffen war.

 

Der MA 65 konnte 2017 noch kurz vor der Verschrottung durch den Museumsverein gerettet werden.


Silvia und Bruno Mäder-Huber

Der Motormäher Aecherli Standart wurde einst von Jakob Oertle (Göpflers Jogg) auf dem Gupf (1090 m ü.M.) in Rehtobel AR erworben. Der Hof „Gupf“ machte Jahrzehnte später Schlagzeilen weil er für 10 Mio Franken an den Formel 1 Fahrer Michael Schumacher verkauft werden sollte. Die Umzonung wurde aber vom Stimmvolk abgelehnt.
Jakon Oertle verkaufte den Mäher nach ein paar Jahren an Johann Altherr in Ettenberg. Dort hat er auch einige Jahre seinen Dienst verrichtet bis er stillgelegt und in einem Gaden in Grub SG abgestellt wurde. Silvia Mäder-Huber ist das Grosskind von Johann Altherr. Silvia und Bruno freuen sich, dass der Standart-Mäher nun im Aecherli Museum einen guten Platz gefunden hat und der Nachwelt erhalten bleibt.